U-Boot Museum Hamburg

U Boot Museum Hamburg
Wie ein großer Wal liegt das U-Boot 434 der russischen Marine im Hafen von Hamburg. Es ist das größte nicht nukleare U-Boot der Welt und hat noch bis Anfang 2000 mit vollem Einsatz gedient. Direkt am Fischmarkt, unweit der Fischhallen, liegt das Boot-Museum und zahlreiche Boote am Elbufer. Das schwarze Ungetüm, an dem schon der Lack abblättert, beeindruckt von Außen mit einer enormen Größe. Sofort kommen einem Gedanken an den Film 'Das Boot'.

Besichtigen
Eines ist klar: wer an Klaustrophobie leidet, der sollte das U-Boot nur von außen bestaunen. Denn in ihm ist es eng. Keine Fenster, die Licht hereinlassen. Man weiß, man ist unter Wasser. Auch wenn es sich nicht bewegt, so kann es beklemmend sein. Zwischen Kabelsträngen, Maschinen und Spinten erfährt man das Leben der Marineleute auf einem U-Boot.
Das Besichtigen geht bestens alleine, doch eine Führung ist trotzdem ratsam. Denn die Geschichte des U-434 ist so spannend wie ein Film oder Schmöker.
Bis zu 400 m tief geht dieser Unterwasserriese und diente lange als Spionageboot. Es gehört zu weltweit insgesamt 20 U-Booten des Typ Tango, patrouillierte lange in den sowjetischen Hoheitsgewässern und spionierte vor der Ostküste der USA. Die letzte Reise des mehr als 90 Meter langen Schiffes ging im August 2002 nach Hamburg ins Museum. Und wurde noch einmal beschlagnahmt durch den sowjetischen Geheimdienst. 5 Tage später durfte es ohne weitere Komplikationen weiterreisen, frei zum endgültigen Alterssitz.

Das ehemalige russische U-Boot findet man in St. Pauli am Fischmarkt und ist täglich von 9 Uhr bis 20 Uhr ganzjährig geöffnet.