Surrealismus

Salvador Dali
Der Surrealismus basiert auf der Idee, phantastische und stillose Figuren und Effekte in der Kunst zu schaffen. Das wurde durch eine unnatürliche Gegenüberstellung oder Kombination von Situationen bewirkt. Surrealisten wollen der Vorstellung in Träumen, frei von allem Bewusstsein und deren Kontrolle sowie aller Konventionen Ausdruck geben.

Die surrealistische Bewegung wurde durch André Breton 1924 mit der Veröffentlichung des Surrealistischen Manifests begründet. Er empfand diese Bewegung als eine revolutionäre. Breton war eigentlich ein Dadaist und durch Freud beeinflusst. Er eröffnete das Bureau of Surrealist Research in Paris.

Die Bewegung war besonders prominent in den 1920er und 1930er Jahren. Es war eine internationale Bewegung, die sich in zahlreichen, unterschiedlichen Formen und Darstellungen zeigte.

Salvador Dalì war bereits ein surrealistischer Maler, der traumhafte, symbolische Objekte und Gegenstände malte, gutes Beispiel sind seine zerfließenden Uhren in einem Bild „Die Beständigkeit der Erinnerung“, was er 1931 malte. Hier hängen Uhren über Äste oder Mauern, als seien sie geschmolzener Käse. 1934 wurde er von Breton aus der surrealistischen Bewegung ausgestoßen.

Yves Tanguy war ein französischer Surrealist, der nach Amerika auswanderte und der imaginäre Landschaften malte, die fremdliche, gestaltlose Objekte und Charaktere darstellten. Sein 1931 gemaltes Bild „Palais promontoire“ zeigt aufgelöste und flüssige Formen. Seine Frau Kaye Sage war ebenfalls eine surrealistische Malerin aus Amerika.

Max Ernst kreierte eine imaginäre Welt aus nicht zusammen passenden Elementen der Realität. Er verschärfte den Effekt manchmal durch Collagen. Frottage ist eine Technik, die er oftmals anwandte. Er legte ein Blatt Papier auf eine strukturierte Unterkunft und brachte diese mit einem Bleistift (durch Überreiben) auf das Blatt Papier. Diese Art wird heute noch verwendet.

Der Surrealismus ging zwar als Bewegung nach dem zweiten Weltkrieg zurück, verschwand jedoch nie völlig und wird heute noch angewandt.