Prado - Museum, Madrid

Museo del Prado
Madrid's Prado Museum oder Museo del Prado ist eines der berühmtesten Museen weltweit und findet seine Konkurrenz nur noch im Louvre. Das Prado beherbergt hauseigene Sammlungen, die hauptsächlich aus der europäischen Kunstgeschichte bis Ende des 20. Jahrhunderts besteht. Der Prado hat die reichhaltigste Kollektion spanischen Meisterwerke, unter anderem von Goya, Velasquez bis zu El Greco.

Die Kollektionen des Prado wurden als spanisch-königliche Sammlungen begonnen. König Karl III. ließ 1785 das Gebäude bauen, in dem der Prado heute untergebracht ist, und sollte zunächst als Verschönerung der Stadt dienen. Das Gebäude wurde Jahre später von seinem Enkel, Fernando VII. fertig gestellt, da die Bauten durch den Unabhängigkeitskrieg länger unterbrochen waren. So wurde es erst 1819 eingeweiht und präsentiert sich heute noch so wie damals. Die spanisch-königlichen Kunstsammlungen bekamen ein neues Zuhause. Nach dem Tod von Fernando VII. wurden die Sammlungen jedoch gefährdet, da er sie auf seine beiden Töchter - Isabella II und ihre Schwester Luisa Fernanda - aufteilte. Sie stritten sich um die Kunstwerke, doch wurde die Sammlung durch die Nationalisierung ihrer 'gerettet'. Während des spanischen Bürgerkrieges wurden die Kunstwerke heldenhaft von den Bürgern von Madrid nach Genf in die Schweiz gebracht, wo sie komplett aufbewahrt wurde, bevor sie während des zweiten Weltkriegs in den Prado zurückkehren konnte.

Der Prado ist das größte kunsthistorische Museum seiner Art weltweit und hat mehr als 9.000 Exponate. Durch den Platzmangel werden jedoch gut 80 % gar nicht ausgestellt und bleiben in Verwahrung. Um jedoch auch diese Kunstwerke der Öffentlichkeit zu zeigen, werden die Ausstellungsstücke regelmäßig ausgetauscht. Der Prado zieht mehr als zwei Millionen Menschen jedes Jahr in seinen Bann.