National Gallery, London

The National Gallery, London
Die National Gallery befindet sich im Trafalgar Square in London und wurde 1824 als Teil eines Regierungsplanes, eine eigene Kunstsammlung mit internationalem Status zu besitzen, gegründet.

Als im 19. und 20. Jahrhundert zahlreiche Monarchen in Europa ihren Status verloren, wurden zahlreiche Kunstwerke, die bis dato die Wände und Räumlichkeiten der Paläste und königlichen Häuser zierten, unter der neuen Regierung nationalisiert. Die britische Regierung beschloss jedoch, die königlichen Sammlungen nicht zu konfiszieren und die bis heute noch unter der Krone stehen, trotz dass die Regierung versucht war, eine eigene Sammlung auf internationalem Niveau zu errichten. Nachdem die Regierung mehrere Möglichkeiten, eine gute eigene Sammlung zu beginnen, verpasst hatte, kaufte sie die Sammlung eines privaten Bankers namens John Julius Angerstein auf. Die Sammlung war klein verglichen mit anderen internationalen Sammlungen und bestand nur aus 38 Exponaten, doch sie war extrem wertvoll. 1824 wurde das erste Nationalmuseum in dem ehemaligen Haus des Bankers selber eröffnet. Doch es entpuppte sich als sehr ungünstig, da es für ein Museum selber zu klein war und so sehr limitiert in den Exponaten. Und so wurde ein neues Gebäude in Auftrag gegeben, dass sich im Trafalgar Square befand. 1838 wurde es fertig gestellt und ist bis heute Sitz der National Gallery. Viele Teile des Gebäudes wurden renoviert, neue Teile angebaut, doch die Fassade ist immer noch die selbe wie vor fast 200 Jahren.

Die Sammlung begann mit nur 38 Werken des Bankers Angerstein, doch ist sie durch Schenkungen und durch Ankäufe im Laufe der Zeit auf mehr als 2.000 angestiegen. Im Vergleich zum Prado in Madrid, oder auch dem Louvre in Paris, ist es eine extrem kleine Sammlung, doch sie deckt einen breiten Zeitraum in der Kunstgeschichte. Und so findet man aus allen Kunstepochen bis zum 20. Jahrhundert der westeuropäischen Kulturen Exponate.