Expressionismus

Van Gogh mit 19 Jahren
Der Expressionismus entwickelte sich um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts in Deutschland. Die Wurzeln kann man in zwei Künstlervereinigungen deutscher Maler wiederfinden, „Brücke“ und „Blauer Reiter“. Der Philosoph Friedrich Nietzsche war der erste, der den Expressionismus entwickelte, in dem er sich mit so genannter primitiver Kunst aus Afrika beschäftigte. Er galt als Vordenker der Bewegung, die eher eine Denkensweise war als eine eigentliche, erkennbare Stilrichtung. Es war hier 'wichtig' nicht realistisch zu sein, sondern - in der Malerei sowie in der Literatur, Architektur und allen anderen Künsten - Gefühl auszudrücken und dieses direkt darzustellen ohne auf etwas reales einzugehen. Dazu wurde Phantasie genommen, Figuren 'verunstaltet' („Formzerstümmelung“), Dinge weggelassen, kraftvolle Farben genutzt. Der Expressionismus enthält alle Elemente der verschiedenen Kunststile, die sie bis hin zur Abstraktion ausführten.

Einer der wohl bekanntesten Maler dieser Epoche und Entwicklung des Expressionismus war Vincent van Gogh. Ihm wird nachgesagt, dass er in der meisten Zeit seines Lebens starke psychische Probleme hatte und dessen Gefühlswelt er auf die Leinwand brachte. Eines seiner besten Beispiele dieser Kunstrichtung ist „Die Sternennacht“. Zahlreiche andere Maler hatten ebenfalls psychische Probleme, Phobien wie beispielsweise der norwegische Maler Edvard Munch („Der Schrei“)oder der belgische Künstler James Ensor, der sich besonders gerne extrem von der Außenwelt isolierte.

Edvard Munch
Aus dem Expressionismus entwickelte sich später die abstrakte Malerei oder der abstrakte Expressionismus. Diese Epoche wurde als das Goldene Zeitalter der amerikanischen Kunst bezeichnet. Durch Pinselstrich und Textur wurde dem Gefühl als solches ein lebhafter Ausdruck gegeben, den man bis heute in der Malerei wiederfindet.