Die Tragödie, Pablo Picasso

Zu den berühmtesten Gemälden in einem Museum zählen die Werke des Pablo Picasso. Eines seiner bekanntesten Gemälde ist 'Die Tragödie', das im Nationalmuseum der Kunst in Washington DC. ausgestellt ist.

Picasso malte „Die Tragödie“ 1903 und sie zeigt einen Mann, eine Frau und ein Kind am Strand an der See. Es ist sehr melancholisch, doch was diese Traurigkeit verursacht, geht nicht hervor.

Das Kunstwerk ist in satten, blauen Farben gemalt und entstand in seiner so genannten 'blauen Phase'. Diese begann, als sich sein bester Freund, Casagemas, durch Selbstmord das Leben nahm.

Als das Bild später genauer untersucht wurde, entdeckte man, dass sich darunter ein bereits existierendes Bild befand. Durch Infrarot-Reflektoren sieht man, dass Schriftzüge und Karikaturen bereits auf dem Holzblatt waren. Die Gesichter sind ähnlich denen, die Picasso schon 1899 in seinem Skizzenbuch zeichnete. Das lässt darauf schließen, dass der Canvas wahrscheinlich schon mehr als vier Jahre in seinem Studio stand.

Es wurden Röntgenstrahlen verwendet, um die Malerei zu untersuchen. Dadurch entdeckte man ein Pferd sowie eine Stierkampfarena. Das war typisch in Pablo Picassos Stierkampfbildern 1901. Einige dieser hellblauen Farben kommen durch die satteren blauen der „Tragödie“ hindurch.

Zusätzlich wurde mit Infrarotlicht gearbeitet. Dabei kamen ein stolzierendes Pferd, eine zusätzliche kleine Figur und Beine ein weiteren Figur zu Tage. Durch diese zahlreichen verschiedenen Untersuchungen konnte man feststellen, dass der Canvas mindestens vier Mal benutzt wurde. Viele Künstler machen so etwas, da sie entweder nicht genug Geld haben, um weitere zu kaufen oder aber weil sie unzufrieden mit der Arbeit sind. Normalerweise werden diese jedoch wieder gesäubert, bevor sie noch einmal benutzt werden. Pablo Picasso machte dies offensichtlich nicht und kreierte aus dem alten ein neues Image. Das war keine Seltenheit bei ihm und zahlreiche seiner Gemälde entstanden so.